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Doo Wop A Capella

Der Doo Wop A Capella ist ursprünglich aus einer Unterart des Rhythm and Blues hervorgegangen, wird heute aber zu einem Ableger des Rock an` Roll gezählt.

Doo Wops sind Musikstücke, bei denen der Schwerpunkt nicht auf den Musikinstrumenten liegt, sondern durch ein mehrstimmiges Gesangsarrangement gebildet wird. Dieses wird bei dieser Musikart in der Regel typischerweise durch einen Leadsänger, zwei Tenören, einem Bariton und einem Bass gebildet. Der Name "Doo Wop" ist durch die Nonsens Silben entstanden, die von den Sängern im Background ausgehen, wie z.B. Doo - Wop - Doo - Wah - Di - Wah.


Zunächst ist diese Stilrichtung in den USA Anfang der 50er Jahre eine Domäne der afroamerikanischen Bevölkerung gewesen. Die Sänger fanden sich nicht selten in ihrer unmittelbaren Umgebung, wie z.B. der Army oder High School. Geprobt und gesungen wurde vorwiegend in öffentlichen Gebäuden und U-Bahn Stationen, um durch den Hall dieser Bauten zusätzliches Stimmvolumen und Echo im Lied zu erzeugen. Ein typischer "Garagenhallsound" ist deshalb auch auf vielen Aufnahmen bewusst gewählt worden, um den ursprünglichen Charakter der Musik wiederzugeben.


Gegen Ende der 50er kopierten die Weißen den Doo Wop, man kann sagen, dass er sich in der Bevölkerung zu etablieren begann. Eine besonders erfolgreiche Bevölkerungsschicht dieses Genres waren zu dieser Zeit die Italo-Amerikaner aus New York. In der Bronx gab es zeitweise so viele Teenagergruppen, dass diese sich um die besten Plätze (meistens Straßenecken) stritten, so dass es nicht selten zu Schlägereien kam.


Während die Texte der Balladen ursprünglicher, schwarzer Gruppen noch sehr anspruchsvoll waren, handelten die Texte der jungen Generation oft vom belanglosen Teenageralltag. Die Stücke der Weißen hatten allerdings mehr Tempo und Dynamik. So setzten gerade Italo-Amerikanische Gruppen oft eine hohe Falsett- (sowas ähnliches wie eine Frauen) Stimme ein, die das "gewisse Etwas" darstellte. Später wurde dieses Stilelement ein Markenzeichen der Surfmusik, etwa bei den Beachboys.


Das Ende - wenn man es denn so nennen will - der Doo Wop Ära kam übrigens aus England, mit den Beatles. Und das ist uns auch recht so. Wer weiß, ob wir uns sonst an irgendwelchen Straßenecken mit rivalisierenden Bands um die besten Plätze prügeln müssten... ;-)